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'Grober Unfug im Jugendzentrum Espelkamp' Artikel von Hartmut Horstmann

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 Grober Unfug: Espelkamper Dietmar Post sorgt für Wiederveröffentlichung - Auftritt im Jugendzentrum Kantstraße  „Gute und wilde Abende“ Von Hartmut Horstmann   ESPELKAMP (WB). „Lass das JZ Espelkamp nicht unterge­hen." Diesen Satz schrieb ein Punkmusiker im Jahr 1984 an den Jugendzentrums-Aktivisten Dietmar Post. Es war eine bewegte Zeit, eine Phase des Aufbruchs mit viel Musik. Eine LP erinnert daran. Das Album, eine Wieder­veröffentlichung aus dem Jahr 1982, erscheint am 22. Januar auf dem Label „Play loud!" von Dietmar Post. Der gebürtige Espelkamper, der als Filmemacher auch schon den Grimme-Preis bekom­men hat, hatte das Label im Jahr 2008 gegründet. Der Name der Hamburger Punkband, die nach mehr als 40 Jahren zu erneuten Vinyl-Ehren kommt, ist musikali­sches Spaßprogramm: Gro­ber Unfug. Sie bestand von 1980 bis 1985, im Jugendzentrum Espelkamp sei sie mehr­fach zu Gast gewesen, schreibt Dietmar Post in einem Text, der der LP bei­liegt. Jugendzentrum hat ihn geprägt...

OX-Fanzine über Grober Unfug 'Beat & Glück'

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GROBER UNFUG Beat und Glück 1982 veröffentlichte die Band aus den „Suburbs“ von Hamburg auf dem recht kurzlebigen ebenfalls Hamburger Konnekschen-Label ihre einzige LP „Beat und Glück“, der 1981 die 7“ „Kleine Schweinereien“ vorangegangen war. Gegründet hatten sich GROBER UNFUG 1980, bis 1985 hielten sie durch – nicht lange genug, um zu ernten, was sie gesät hatten: die befreundeten DIE TOTEN HOSEN, DIE GOLDENEN ZITRONEN („Kein Porsche, kein Genscher, aber hallo HSV“ findet sich hier als G.U-Anspielung auf diese) und andere bauten auf „lustigem“ aka Fun-Punk ihre Karriere auf. Während andere Bands Deutschland und der Polizei den Untergang wünschten, war hier eher fröhliches Blödeln angesagt, auch die Musik etwas „lockerer“ und nicht unterwegs gen Hardcore-Punk – und auch die grassierende NDW wurde seitens GROBER UNFUG offenkundig ignoriert, sowohl die zick-zackige Frühphase wie der kommerzielle Blödel-Absturz. Oder anders gesagt: Jum (voc), Thieß (bs, gt), Froggy (gt), Onkel TW (dr), T...

Beat & Glück: The Reissue of a Hamburg Legend (VINYL & DIGITAL)

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play loud! releases BEAT & GLÜCK by Hamburg punk band GROBER UNFUG. It will be out on colored vinyl (teal) and on all digital platforms on January 22nd, 2026. Pre-Order/Vorbestellung play loud! archive & store (directly from the label)  (SPECIAL PRE-ORDER DISCOUNT) Bandcamp  DIGITAL SINGLE 1: Opelkapitän DIGITAL SINGLE 2:  Jeder tut seine Pflicht DIGITAL SINGLE 3: Durchhalten   DEUTSCH  „Beat & Glück“ – das Re-issue einer Hamburger Legende Die Band Grober Unfug wurde 1980 von sechs Freunden im Hamburger Stadtteil Niendorf gegründet. Sie erlangte Bekanntheit durch ihren rohen, energiegeladenen Sound, der Elemente von Punk, Rock’n’Roll und einer spielerischen, rebellischen Attitüde vereinte. Ihre Musik kombinierte eingängige, direkte Punksongs mit humorvollen und gesellschaftskritischen Texten. Die Band spielte vor allem in Jugendzentren und erarbeitete sich schnell einen Ruf als wilde Liveband. 1985 löste sich Grober Unfug auf. Diese Wiederveröf...

Exploring the Art of Conversation: Film Aesthetics and Sound Design in 'Mona Mur in Conversation' (Part 1)

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Eine neue Methode, die Eberhard Fechner und andere große Gesprächsfilmemacher*innen heute nutzen würden Ein Kommentar von Filmemacher C. Cay Wesnigk nachdem er den Film im Hamburger 3001 Kino gesehen hatte Ich fand den Film wirklich toll. Nicht eine Sekunde habe ich mich gelangweilt. Meine Angst war, dass man zu so später Stunde irgendwie wegduselt. Das passierte aber überhaupt nicht.  Zur Machart des Films - ich finde sie wirklich faszinierend, denn man merkt dem Schnitt gar nicht an, dass du fünf Stunden gedreht hast. Wenn du mir gesagt hättest, du hast das in einem Take gedreht und warst eben gut vorbereitet, hätte ich dir das geglaubt. Das ist eine unglaubliche Leistung, vor allem auch das Timing, das du in dem Gespräch gehabt hast, denn trotz des Schnitts hast du immer wieder auch weggeschwenkt auf den Monitor weg von Mona und das schien mir live zu sein. Als Zuschauer waren wir manchmal dann wieder in der Gesprächssituation und du hast live weggeschwenkt auf das Monitor Bild...

Toti Baches about the film 'Mona Mur in Conversation'

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Radikale Konsequenz Ein Portrait, ein Setting, eine Kamera, eine Einstellung   Wie ein roter Faden zieht sich durch den ganzen Film eine radikale Konsequenz, die wahrscheinlich den Charakter und sicher den beruflichen Werdegang der Protagonistin Mona Mur ziemlich gut nachzeichnet. Das minimalistische, sich nicht verändernde Gesprächs-Setting ist mit seinen Farben und in seiner scheinbaren Einfachheit so wirkungsvoll und präsent wie die Protagonistin selbst. Da sind keine Ablenkungen, die unsere Aufmerksamkeit schweifen ließen. Im Gegenteil: Wir können von Anfang an in einer spannenden Musikbiografie mit klarer Struktur eintauchen. Fans von Mona Mur, Gleichaltrige und MusikliebhaberInnen kommen voll auf ihre Kosten, denn Platz für eigene Gedanken und Erinnerungen ist auch noch da.   Der Umgang mit Archivmaterial und Musikvideos folgt ebenfalls dieser radikalen Konsequenz. Aus einer Art DIY-Jukebox, dessen Lautstärke Regisseur Dietmar Post selbst steuert, werden Stücke abgespiel...

Laut.de about the film 'Mona Mur in Conversation'

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Es gab Marlene Dietrich, Hildegard Knef und Nico, die Sphinx aus Eis. Und es gibt Mona Mur, "Germany's Queen of Postpunk" . Ihre schillernde Karriere, die sie u.a. mit En Esch (KMFDM), FM Einheit, Mark Chung und Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten), Nikko Weidemann ("Babylon Berlin"), Dieter Meier (Yello) und J.J. Burnel (The Stranglers) zusammenbrachte, findet nun Eingang in eine Film-Dokumentation und zwar von Grimme-Preisträgern Dietmar Post und Lucía Palacios, die schon für den sensationellen Film "Monks: The Transatlantic Feedback" über die Proto-Punkband The Monks verantwortlich waren.  Die Reaktionen sind durchweg positiv. So empfiehlt Fan und Tocotronic-Basser Jan Müller den Film mit den Worten: "'Mona Mur in Conversation' hat jüngst den Publikumspreis beim Hamburger Unerhört! Musikfilmfestival gewonnen. Das ist auch kein Wunder, denn wenn man ihn sieht, dann hat dieser Film einen faszinierenden Sog, wenn Mona Mur erzählt, waru...

About the filmmakers and label owners Lucía Palacios and Dietmar Post

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Lucía Palacios und Dietmar Post betreiben seit 1996 (zunächst von New York und NRW aus, ab 2003 von Berlin aus) die Filmproduktions- und Plattenfirma play loud! productions. Ihr filmischer Stil ist geprägt von einer Mischung aus politischem Engagement, analytischer Strenge und einer sensiblen, reflektierten Bildsprache. Viele ihrer Werke haben einen geschichtswissenschaftlichen Bezug. Beispiele sind:   ●      Franco’s Settlers (2013) untersucht die Langzeitfolgen des Franco-Regimes in Spanien und ist inzwischen Teil des Filmkatalogs der Bundeszentrale für politische Bildung. ●      Monks: The Transatlantic Feedback (2006) porträtiert eine Anti-Beat-Band der 1960er Jahre und erzählt zugleich ein Kapitel transatlantischer Kulturgeschichte (Grimme-Preis). ●      Deutsche Pop Zustände (2015) analysiert das Zusammenspiel von Popkultur und rechter Ideologie...

German Musikexpress about the album 'Mona Mur: The Original Band (1984-1986)'

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Bisweilen, in der Rückschau, bin ich sehr dankbar für die weiblichen Role Models, die in der Punk- und Wave-Szene ab Anfang der Achtziger den Laden aufmischten. Starke, kühle Frauen wie Bettina Köster und Gudrun Gut (Malaria), Anja Huwe (X mal Deutschland) oder eben Sabine Bredy alias Mona Mur prägten durch androgyne Looks, dunkle Stimmen und eine Aura der Unnahbarkeit ein neues Bild von Weiblichkeit. Umso überraschender, in welchem Ausmaß das Piepsige, Augenklimpernde und Softe heute wieder social media und Charts dominiert. Eindeutig ein Rückschritt. Die Musik dieser Künstlerinnen ist jedenfalls noch immer relevant, weil sie sich jeder Marktanpassung widersetzte und durch ihre Einzigartigkeit sogar international Beachtung fand. Jemand wie Nena griff lediglich ab, was damals an Mut und Frechheit vom Tisch krümelte und dampfte es auf duften Abgeh-Pop ein. Nick Cave lässt grüßen Nun wird eine frühe Studioaufnahme der Künstlerin Mona Mur mit Produzentenlegende Raymond „Nainz“ Watts erstm...

Trailer and Soundtrack Album to 'Mona Mur in Conversation'

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  play loud! wird zum preisgekrönten Film 'Mona Mur in Conversation' auch ein Soundtrack-Album mit dem gleichen Titel veröffentlichen. Darauf befinden sich alle im Film verwandten Musik-Stücke, viele davon bisher unveröffentlicht. Das Album wird am 19.09.2025 auf allen einschlägigen Plattformen digital erscheinen.  Hier zwei Vorab-Links: play loud! archive&store   Bandcamp   Hier der Link zu allen anderen Plattformen Außerdem gibt es ab sofort den Trailer zum Film. Erik Meininger, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AgDok) sagt über den Trailer: "Wow, der Trailer macht sofort Gänsehaut! Schnörkellos, auf den Punkt - und womöglich auch eine Art Quintessenz des Films? Für mich kommt die Starke Wirkung des Trailers aus dem Mut zum Minimalismus, dem Mut zur Lücke und all dem, was dadurch mitschwingt und als "Möglichkeitsraum" des Films angedeutet wird. Und dieser Song macht natürlich ein wunderbares Grundgefühl, passt dazu auch inhaltlich vom...

Der Film 'Mona Mur in Conversation' auf dem Festival SoundTrack_Cologne (See The Sound)

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  SEE THE SOUND ist das Filmfestival von SoundTrack_Cologne und bringt Musikdokumentationen auf die große Leinwand, die sonst nicht im Kino zu sehen wären. Es findet vom 9.-13.7.2025 in Köln statt. Der Film 'Mona Mur in Conversation' wird dort folgendermaßen angekündigt: Als Schlüsselfigur der deutschen Underground-Szene der 1980er-Jahre verband Mona Mur Post-Punk, Industrial und elektronische Musik mit einer kühnen Pop-Sensibilität. In diesem bildstarken Kinodokumentarfilm erkundet Filmemacher Dietmar Post ihre künstlerische Reise, ihre Kollaborationen und die Herausforderungen eines unabhängigen Weges in der Musikindustrie.    In Hamburg geboren, tauchte Mona Mur in den frühen 1980er-Jahren aus der deutschen Underground-Szene auf und verband Post-Punk, Industrial und elektronische Musik mit einer kühnen Pop-Sensibilität. Durch ihre Zusammenarbeit mit Künstlern wie FM Einheit, Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten), Dieter Meier (Yello) und J.J. B...