Sunday, January 24, 2016

Deutsche Pop Zustände Grimme-Preis Nominierung 2016

Der Film "Deutsche Pop Zustände" von Lucia Palacios und Dietmar Post ist für den Grimme-Preis 2016 nominiert worden. Es ist nach dem Gewinn des Grimme-Preises 2008 für "Monks: The Transatlantic Feedback" bereits die zweite Nominierung.

Alle Nominierungen für 2016

Das Plakat zum Film, welcher schon bald in ausgewählten Kinos zu sehen sein wird, schuf der Maler Daniel Richter, der auch schon für vorherige Filme von Post und Palacios für das Artwork verantwortlich war.

Der Film als VOD auf der play loud! Webseite

Kluge Fragen
Eine Kritik von Christian Bartels, EPD-Medien 13. November 2015 

„Deutsche Pop Zustände"

Dokumentarfilm

Regie und Buch: Lucia Palacios & Dietmar Post


Das Gesicht des ersten Gesprächspartners, später
als „Aussteiger“ aus dem rechtsextremen Spektrum
vorgestellt, verdeckt ein schwarzes Rechteck. Dabei
sitzt er ohnehin in einem abgedunkelten Raum, in dem
der Monitor eines Laptops die einzige Lichtquelle zu
sein scheint. Ein anderer Gesprächspartner sitzt mit
Sonnenbrille und Wollmütze am Schreibtisch, wobei
unklar bleibt, ob auch er sich vor Wiedererkennen
schützt oder ob es sich um modische Accessoires
handelt. Schließlich geht es außer um oft infame,
manchmal mörderische Songtexte etwa der gerichtlich
als kriminelle Vereinigung eingestuften Band Landser
auch um Popmusik. Und das Outfit harmoniert mit den
Tätowierungen des Mannes.

Viele weitere Gesprächspartner werden namentlich
genannt und sind gut zu erkennen, der Bielefelder Sozialforscher
Wilhelm Heitmeyer etwa, der seine These von
der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit einbringt,
und Henryk Gericke, Galerist und Buchautor („Ostpunk“).
Gemeinsam ist ihnen, dass bei allen der Laptop auf
dem Schreibtisch steht. Darauf spielen die Filmautoren
audiovisuelles Material der 1980er, 1990er und folgender
Jahrzehnte ab: Pop- und Rockmusik vor allem von
Rechts. Die Gesprächspartner sehen und hören es sich
an und kommentieren es.

An der Musik ist zu hören, wie extrem rechte Bands
sich Muster des ursprünglich linken Punkrock (die Sex
Pistols sind auch kurz zu hören) angeeignet haben,
wie vor allem Gericke erläutert. An den meist auch
in Schriftform eingeblendeten Texten zeigt sich, wie
die Musiker im Lauf der Zeit lernten, Botschaften nur
so weit anzudeuten, dass sie nicht mehr strafrechtlich
relevant sind. Frank Rennicke, Liedermacher und NPD-
Mitglied, erzählt, wie er bei einem Konzert mit der
Anwesenheit der Polizei Späße trieb, indem er zur
hörbaren Freude seines eigentlichen Publikums immer
wieder auf Hitlers Geburtstag anspielte, bevor er sich
mit einer „Schlusspointe“ auf die rechtlich sichere Seite
begab. Zugleich läuft eine Liveaufnahme des Konzerts
auf dem Laptop. Dass jede Menge deutschsprachige
rechtsextreme Musik, ob justiziabel oder nicht, über
YouTube immerzu überall verfügbar ist, ist schließlich
auch ein Zeichen der Gegenwart.

Ihrem Titel wird die Dokumentation „Deutsche Pop
Zustände“ gerecht, indem sie den Blick weiter aufzieht:
Die Filmemacher spielen auch linken Hiphop
und Punkrock ein, etwa von Slime und den Goldenen
Zitronen. Nachdem in Rostock-Lichtenhagen der Mob
tobte, wurde die „Poplinke“ ebenfalls kämpferisch, und
gleichzeitig war Techno ein deutsches Massenphänomen.
So entsteht nicht nur ein Überblick über jüngere
deutsche Geschichte unter Pop-Prämissen, so entwickeln
sich sehr gegenwärtige Diskursstränge. Wenn
linke und rechte Motive sich bei Umweltschutz und
Kritik an US-amerikanischer Politik treffen, irritiert das
auch in der gerade sehr hochtourigen Diskussion um den
Kampfbegriff der „Lügenpresse“ (der im konzentrierten
Film nicht vorkommt, aber, wie vieles, mitschwingen
kann).

Rennicke freut sich jedenfalls, wenn Xavier Naidoo, einer
der erfolgreichsten deutschen Popstars, in seinen Hits
rechte Positionen vertritt. Einen unkenntlich gemachten
Ausstiegsberater irritiert der „diffuse Nationalismus“,
den der Rapper Bushido, ebenfalls mit Migrationshintergrund,
in einem „martialisch“ und „sexistisch“
inszenierten Musikvideo befördere. Die jüngste Diskussion
um die Südtiroler Band Frei.wild, kommt auf dem
Umweg über den Laptop sogar in Form von Rede und
Gegenrede vor: Texte und Videos der Band zeugten von
„völkischem Denken“ und von „Piefigkeit“, kritisiert der
Experte mit der Sonnenbrille. Das sei „Geschmackssache“,
entgegnet ein in genau dieser Diskussion sichtlich
geübter Frei.wild-Musiker.

Wer recht hat, lässt der Film bei all diesen Fragen
offen. Schließlich ist Musik, wie vieles andere, Geschmackssache.
Und die nicht justiziable Anschlussfähigkeit
nach rechts, das zeigt der Film, ist Erfolgsprinzip
einiger deutschsprachiger Musiker. Wer kann schon
entscheiden, ob im Text des Rechtsrock-Songs „Dönerkiller“„
Täterwissen“ der NSU-Mörder steckt oder ob die
Mörder sich eher vom Song beeinflussen ließen.

Im Fernsehprogramm, das gerne Fragen beantwortet
und unbeantwortbare lieber umgeht, ist diese Offenheit
im Diskurs bei klarer Argumentationslinie bemerkenswert.
Positiv fällt auch auf, dass sich die Produktion
nicht so affirmativ aus dem ZDF-Programmarchiv bedient
wie sonst üblich. Die NSU-Mordserie kommt auch
in Form eines Ausschnitts aus der ZDF-Show „Akten
Aktenzeichen XY ... ungelöst“ aus der Zeit vor, in der die
breite Öffentlichkeit und Moderator Rudi Cerne nicht
im geringsten von rechtsextremen Tätern ausgingen.
Ähnlich aufschlussreich ist, wie Johannes B. Kerner im
Rahmenprogramm der Fußball-WM 2006 vor einem vor
schwarz-rot-goldenen Accessoires strotzenden Publikum
wiederum Xavier Naidoo ankündigt. In den 1980ern
dagegen, das hat der Film anhand alter Videoclips zuvor
gezeigt, war die heute omnipräsente (schwarz-rotgoldene)
Deutschlandfahne noch ein Accessoire der
NPD.

„Deutsche Pop Zustände“ ist ein ungeheuer dichter, aus
großem wie weitem Überblick entstandener, präzise argumentierender,
Entwicklungen aufzeigender und kluge
Fragen aufwerfender Film. Dass er wenige Antworten
gibt, erhöht seine Wirkung. Wer ihn gesehen hat, kann
lange über ihn diskutieren.

Und dass der Film auf seine puristische Weise exakt
jenes Konstruktionsprinzip benutzt, das zahllose belanglose
Musikshows privater wie öffentlich-rechtlicher
Sender verwenden, um Hits einzelner Jahrzehnte in
billig produzierten Unterhaltungssendungen wiederzuverwerten
- Songs werden angespielt und „Zeitzeugen“
erzählen, was ihnen dazu einfällt - ist ein weiterer,
vielleicht sarkastischer Kommentar der Autoren (die
mit „Monks - The Transatlantic Feedback“ 2008 einen
Grimme-Preis gewannen) zur Medien-Gegenwart.

Diesem Film, der seine Premiere am späten Mittwochabend
bei 3sat (als letzter Beitrag des Themenabends
„3sat thema: Rechts - extrem - gefährlich“) erlebte, ist
ein langes Weiterleben in möglichst vielen Kontexten
zu wünschen.

Veröffentlichung dieses Artikels mit freundlicher Genehmigung von:
 
Deutsche Pop Zustände (2015) on IMDb

Friday, November 20, 2015

EPD Medien über Deutsche Pop Zustände


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kluge Fragen

Ein Kritik von Christian Bartels, EPD-Medien 13. November 2015 

„Deutsche Pop Zustände"

Dokumentarfilm

Regie und Buch: Lucia Palacios & Dietmar Post

Das Gesicht des ersten Gesprächspartners, später
als „Aussteiger“ aus dem rechtsextremen Spektrum
vorgestellt, verdeckt ein schwarzes Rechteck. Dabei
sitzt er ohnehin in einem abgedunkelten Raum, in dem
der Monitor eines Laptops die einzige Lichtquelle zu
sein scheint. Ein anderer Gesprächspartner sitzt mit
Sonnenbrille und Wollmütze am Schreibtisch, wobei
unklar bleibt, ob auch er sich vor Wiedererkennen
schützt oder ob es sich um modische Accessoires
handelt. Schließlich geht es außer um oft infame,
manchmal mörderische Songtexte etwa der gerichtlich
als kriminelle Vereinigung eingestuften Band Landser
auch um Popmusik. Und das Outfit harmoniert mit den
Tätowierungen des Mannes.

Viele weitere Gesprächspartner werden namentlich
genannt und sind gut zu erkennen, der Bielefelder Sozialforscher
Wilhelm Heitmeyer etwa, der seine These von
der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit einbringt,
und Henryk Gericke, Galerist und Buchautor („Ostpunk“).
Gemeinsam ist ihnen, dass bei allen der Laptop auf
dem Schreibtisch steht. Darauf spielen die Filmautoren
audiovisuelles Material der 1980er, 1990er und folgender
Jahrzehnte ab: Pop- und Rockmusik vor allem von
Rechts. Die Gesprächspartner sehen und hören es sich
an und kommentieren es.

An der Musik ist zu hören, wie extrem rechte Bands
sich Muster des ursprünglich linken Punkrock (die Sex
Pistols sind auch kurz zu hören) angeeignet haben,
wie vor allem Gericke erläutert. An den meist auch
in Schriftform eingeblendeten Texten zeigt sich, wie
die Musiker im Lauf der Zeit lernten, Botschaften nur
so weit anzudeuten, dass sie nicht mehr strafrechtlich
relevant sind. Frank Rennicke, Liedermacher und NPD-
Mitglied, erzählt, wie er bei einem Konzert mit der
Anwesenheit der Polizei Späße trieb, indem er zur
hörbaren Freude seines eigentlichen Publikums immer
wieder auf Hitlers Geburtstag anspielte, bevor er sich
mit einer „Schlusspointe“ auf die rechtlich sichere Seite
begab. Zugleich läuft eine Liveaufnahme des Konzerts
auf dem Laptop. Dass jede Menge deutschsprachige
rechtsextreme Musik, ob justiziabel oder nicht, über
YouTube immerzu überall verfügbar ist, ist schließlich
auch ein Zeichen der Gegenwart.

Ihrem Titel wird die Dokumentation „Deutsche Pop
Zustände“ gerecht, indem sie den Blick weiter aufzieht:
Die Filmemacher spielen auch linken Hiphop
und Punkrock ein, etwa von Slime und den Goldenen
Zitronen. Nachdem in Rostock-Lichtenhagen der Mob
tobte, wurde die „Poplinke“ ebenfalls kämpferisch, und
gleichzeitig war Techno ein deutsches Massenphänomen.
So entsteht nicht nur ein Überblick über jüngere
deutsche Geschichte unter Pop-Prämissen, so entwickeln
sich sehr gegenwärtige Diskursstränge. Wenn
linke und rechte Motive sich bei Umweltschutz und
Kritik an US-amerikanischer Politik treffen, irritiert das
auch in der gerade sehr hochtourigen Diskussion um den
Kampfbegriff der „Lügenpresse“ (der im konzentrierten
Film nicht vorkommt, aber, wie vieles, mitschwingen
kann).

Rennicke freut sich jedenfalls, wenn Xavier Naidoo, einer
der erfolgreichsten deutschen Popstars, in seinen Hits
rechte Positionen vertritt. Einen unkenntlich gemachten
Ausstiegsberater irritiert der „diffuse Nationalismus“,
den der Rapper Bushido, ebenfalls mit Migrationshintergrund,
in einem „martialisch“ und „sexistisch“
inszenierten Musikvideo befördere. Die jüngste Diskussion
um die Südtiroler Band Frei.wild, kommt auf dem
Umweg über den Laptop sogar in Form von Rede und
Gegenrede vor: Texte und Videos der Band zeugten von
„völkischem Denken“ und von „Piefigkeit“, kritisiert der
Experte mit der Sonnenbrille. Das sei „Geschmackssache“,
entgegnet ein in genau dieser Diskussion sichtlich
geübter Frei.wild-Musiker.

Wer recht hat, lässt der Film bei all diesen Fragen
offen. Schließlich ist Musik, wie vieles andere, Geschmackssache.
Und die nicht justiziable Anschlussfähigkeit
nach rechts, das zeigt der Film, ist Erfolgsprinzip
einiger deutschsprachiger Musiker. Wer kann schon
entscheiden, ob im Text des Rechtsrock-Songs „Dönerkiller“„
Täterwissen“ der NSU-Mörder steckt oder ob die
Mörder sich eher vom Song beeinflussen ließen.

Im Fernsehprogramm, das gerne Fragen beantwortet
und unbeantwortbare lieber umgeht, ist diese Offenheit
im Diskurs bei klarer Argumentationslinie bemerkenswert.
Positiv fällt auch auf, dass sich die Produktion
nicht so affirmativ aus dem ZDF-Programmarchiv bedient
wie sonst üblich. Die NSU-Mordserie kommt auch
in Form eines Ausschnitts aus der ZDF-Show „Akten
Aktenzeichen XY ... ungelöst“ aus der Zeit vor, in der die
breite Öffentlichkeit und Moderator Rudi Cerne nicht
im geringsten von rechtsextremen Tätern ausgingen.
Ähnlich aufschlussreich ist, wie Johannes B. Kerner im
Rahmenprogramm der Fußball-WM 2006 vor einem vor
schwarz-rot-goldenen Accessoires strotzenden Publikum
wiederum Xavier Naidoo ankündigt. In den 1980ern
dagegen, das hat der Film anhand alter Videoclips zuvor
gezeigt, war die heute omnipräsente (schwarz-rotgoldene)
Deutschlandfahne noch ein Accessoire der
NPD.

„Deutsche Pop Zustände“ ist ein ungeheuer dichter, aus
großem wie weitem Überblick entstandener, präzise argumentierender,
Entwicklungen aufzeigender und kluge
Fragen aufwerfender Film. Dass er wenige Antworten
gibt, erhöht seine Wirkung. Wer ihn gesehen hat, kann
lange über ihn diskutieren.

Und dass der Film auf seine puristische Weise exakt
jenes Konstruktionsprinzip benutzt, das zahllose belanglose
Musikshows privater wie öffentlich-rechtlicher
Sender verwenden, um Hits einzelner Jahrzehnte in
billig produzierten Unterhaltungssendungen wiederzuverwerten
- Songs werden angespielt und „Zeitzeugen“
erzählen, was ihnen dazu einfällt - ist ein weiterer,
vielleicht sarkastischer Kommentar der Autoren (die
mit „Monks - The Transatlantic Feedback“ 2008 einen
Grimme-Preis gewannen) zur Medien-Gegenwart.

Diesem Film, der seine Premiere am späten Mittwochabend
bei 3sat (als letzter Beitrag des Themenabends
„3sat thema: Rechts - extrem - gefährlich“) erlebte, ist
ein langes Weiterleben in möglichst vielen Kontexten
zu wünschen.

Veröffentlichung dieses Artikels mit freundlicher Genehmigung von:
 
Deutsche Pop Zustände (2015) on IMDb

Thursday, June 25, 2015

play loud! DIE REGIERUNG releases


play loud! productions will release the following DIE REGIERUNG recordings and films:

pl-57 DIE REGIERUNG: Supermüll (1984) + Tribute (2015) 2LP + Download



pl-58 DIE REGIERUNG: Live in Essen (2015) VOD + Audio Download



pl-59 DIE REGIERUNG: Live 1994 2LP + Download


More info here:



DIE REGIERUNG auf Tournee:
19.09. 2015 Köln Stereo-Wonderland
20.09. 2015 Hamburg-Knust
21.09. 2015 Berlin-White Trash (& Doc Schoko)
23.09. 2015 Leipzig - Ilses Erika

Sunday, April 26, 2015

Franco's Settlers wins its third award

 

 

 

 

 

 

 

FRANCO'S SETTLERS has won the Public Award at the FESTIVAL DU CINÉMA LATINO AMÉRICAIN DE MONTRÉAL 2015. 

Le FESTIVAL DU CINÉMA LATINO-AMÉRICAIN DE MONTRÉAL a remis jeudi soir le PRIX DU PUBLIC au film ayant obtenu la meilleure appréciation des spectateurs parmi les douze films à l’affiche au Cinéma du Parc du 10 au 23 avril.
 

Le film gagnant est LOS COLONOS DEL CAUDILLO, qui était en première nord-américaine. Ce documentaire espagnol sur les années du dictateur Franco et son influence sur la société espagnole encore aujourd’hui a été coproduit et réalisé avec l’Allemagne, par Lucia Palacios et Dietmar Post. Il reviendra à l’affiche à Montréal à l’automne, en programmation régulière avec sous-titres français et anglais.
 

Roland Smith, le directeur et programmateur du festival a déclaré : "Le festival s’adresse à tous les Montréalais ; pour sa 6e année, il a connu un succès sans précédent en nombre de spectateurs. Cette année, le festival a désigné le comédien et cinéaste bien connu Luis Oliva comme porte-parole. Nous remercions tout spécialement les recherchistes et journalistes, particulièrement ceux des communautés culturelles. Nous apprécions aussi la participation active des Consulats de chacun des pays participants qui ont fait connaître la programmation du festival à leurs ressortissants ce qui leur a ainsi permis de garder contact avec leurs pays d’origine. Fait exceptionnel, ce festival a été réalisé sans commanditaire ni aide gouvernementale.".
 

L’an prochain, le festival a bien l’intention de souligner son 7e ANNIVERSAIRE en invitant encore plus de réalisateurs et en organisant des rencontres avec le public et le milieu professionnel. En 2016, le festival aura lieu du 8 au 21 avril.


Página web oficial de la película 

Tuesday, March 24, 2015

Cloven Hoofed: Interview with director Dietmar Post

Dietmar Post's cloven hoofed
by Chris Lee
Appeared in WaterfrontWeek, April 8, 1999 / © 1999 Chris Lee/WaterfrontWeek

Dietmar Post laughs when asked to describe cloven hoofed in as few words as possible. "We tried to write a synopsis two years ago and we absolutely failed," he says, offering only that his 12-minute film -- which was shot in Williamsburg, Brooklyn, nearly two years ago and shown in the 1999 New York Underground Film Festival -- is essentially a "horror movie." 
Based on a play by Post's friend Michael O'Donnell, cloven hoofed opens with a man named Ray (actor Victor Pagan) sharpening a knife. But comparisons to traditional or derivative horror along the lines of Freddy Krueger end there. Ray's world is a dark, claustrophobic and minimalistic space comprised of a space heater and a cage containing a cardboard box with a round hole in it. It is to this box that Ray spits his anger, a raw and desperate monologue that, combined with the film's milieu and the uncompromising camera work of director of photography Claudia Amber, simply pulses with danger. 
A crack addict, Ray is a contemporary bogeyman on the outer fringes of society -- and his ravings, though reflective of his status and pain, make little sense but are fascinating nonetheless. "I'm not a biter," he says while agonizing over his girlfriend, who has left him and stolen his drugs. "I may be an animal, but I'm not her animal...not hers to nuzzle!" Multiply this by 12 minutes (other dialogue includes, "My teeth won't stop, they won't stop! I'm going to tear myself apart!") and throw in sharp objects and very extreme close-ups of withdrawal, and there's no doubt that this is insane, scary stuff. 
"The only thing we had in the beginning was this text," Post says of the play cloven hoofed is adapted from. "Visually there were a lot of things missing." One addition was the mysterious box within the cage. Post says that most people seem to think that Ray is talking to a rat hiding inside. 
"There's a lot of free room for interpretation," he says. "Someone actually wrote that [the film] was about a guy talking to a dead rat." And while no actual rats appear in cloven hoofed, Post recalls there having been rats on the set. 
"When we called people in for auditions, our first question was 'Would you be willing to kill a rat?'" says Post, adding that many of the applicants didn't stick around to answer. "But then we decided that we would not kill any rats. We decided to take all the gore out of the movie because it was corny. And I think it's much more subtle and plays more with the viewer's imagination, whereas before it would have been just another stupid gore movie." 
The German-born Post now prefers to let viewers decide what, if anything, is in the box. "I think it's too easy to say, 'Alright, it's a rat or whatever.'" Shopping pet stores for the perfect cage also made Post aware of the American fascination with pets -- even the possibility of pet rats. "Since I'm from Europe, I don't get it," he says with a laugh. "People talk to pets and plants in this country!"
The squalor and desperation of Ray's world was also present in reality during the on-location shooting of cloven hoofed in May 1997. "It was shot in one of those empty warehouses right by the river, on North 11th Street," says Post, who adds that the building has since been demolished. "We shot without a permit and just went in. It was, for us, a bigger production, with 25 or 30 people on the set and a generator and lights. We took a big risk. A couple of bums lived there and we provided them with food and booze and they even helped us. But it was kind of scary. We were shooting at night and a lot of weird people would stop by, asking, 'What are you doing in here?'" 
Justifiably proud of the end result, Post has had some difficulty in getting cloven hoofed shown and distributed. While the film has been part of numerous international festivals, the monologue's coarse, oftentimes cruel language and the inclusion of a sexually-explicit superimposition have caused some viewers and festival programmers to label cloven hoofed misogynist. Post, however, claims otherwise, and believes that the female character -- adult film producer Kelly Webb, shown only from the waist down -- and the drug-crazed anti-hero played by Pagan actually care for one another (perhaps in that funky, tumultuous my-baby-left-me/stole-my-crack-pipe kind of way). 
"We wanted to make fun of this guy, of his speech in a way, and [how] a lot of men just reduce women to a 'box,'" says Post. "I think that [Ray] is kind of 'swallowed' by this woman, that she's his obsession, and that's why his head becomes smaller and smaller and he eventually disappears. We found it funny, but very few people laughed. We also didn't want to make it too clear, because if it's too obvious, it's boring." 
Post met most of the cloven hoofed crew while attending a three-month, intensive film program at New York University's School of Continuing Education in 1996. Most of that same crew will be on hand for Eight Minutes, the next film from director Post and his Williamsburg-based play loud! productions. He says that Eight Minutes deals with censorship and sexuality in American society.
"I think a lot of people are still afraid of images and words, so there's actually no freedom of speech, no freedom of using images the way you like to use them," says Post. "As an artist you are always pushed into all of these formats -- the movie has to be 90 minutes long, if it's shorter or longer it's not considered a movie, all these horrible concepts. And if you shoot a movie which is different, you are always considered an 'artist,' and I don't know what that means." 
Post sees very little difference between most independent and Hollywood studio films. "A lot of movies always have a message to deliver and they always have a sort of conservative message -- find the right girl, get married, raise kids. You see, there are a lot of contradictions in myself and I want to transmit these contradictions in the films I do, because there's never a clear answer to things."

Watch first the trailer and if you like you can watch the entire movie:







Monday, December 15, 2014

Wolf Otto Pfeiffer über Die Siedler Francos

FILMGEIST unterstützt Massnahmen zum europaweiten Vertrieb des Films DIE SIEDLER FRANCOS von Lucia Palacios und Dietmar Post 

(Produktion: play loud! productions, Berlin)

Begründung: In der Darstellung eines kleinen Ausschnitts der europäischen Welt, in der Fokussierung auf einen winzigen geographischen Fleck, öffnet der Film den Blick des Zuschauers für die zentrale Fragestellung der europäischen Geschichte seit der Französischen Revolution: den Widerstreit der Freiheit und ihrer autoritären Gegner. Durch seine dem Erzählzweck angemessene und konsequent gehandhabte objektivierende Erzählweise, die sich an keiner Stelle weder zu Manipulation noch zu Pathos hinreissen lässt, wird der Film selbst zum Postulat der Freiheit. Der Zuschauer wird zur entscheidenden Instanz. Der Zuschauer soll es sein, der die Geschehnisse bewertet. Der Zuschauer darf erkennen, dass er es ist, der als europäischer Mensch das Schicksal des künftigen Europa in seinen Händen hält.

TRADUCCIÓN AL ESPAÑOL:

FILMGEIST apoya medidas para la distribución europea de la película Los Colonos del Caudillo:

"La película, centrándose en un pequeño punto geográfico dentro de Europa, abre la mirada del espectador a una cuestión esencial dentro de la historia europea desde la Revolución Francesa: el antagonismo entre los defensores de la libertad y sus opositores autoritarios. A través de una narrativa adecuadamente objetiva, que nunca cae en la trampa de la manipulación o el patetismo, la película en sí se convierte en un postulado de la libertad y el espectador en una instancia decisiva que evalúa los acontecimientos y a quien se le da la oportunidad de reconocer que es él quien como ciudadano europeo tiene en sus manos el destino de la futura Europa."

ENGLISH VERSION:

FILMGEIST supports the European wide distribution of the film FRANCO'S SETTLERS by Lucia Palacios & Dietmar Post.

Synopsis:  An account of a small sector of the European world, focusing on a small geographical spot, the film is an eye-opener addressing the essential question within the European history since the French Revolution: the antagonism between freedom and its authoritarian enemies. Through its narrative structure, consequently, the film effectively usees objective storytelling, which never falls into the trap of manipulation or pathos and the film itself becomes a postulate for freedom. The spectator turns into the decisive authority. It is the spectator who evaluates the events. The spectator is enabled to recognize that it is he who as a European citizen holds in his hands the destiny of the future Europe.

FILMGEIST supports the European distribution of the film FRANCO'S SETTLERS by Lucia Palacios & Dietmar Post.

Reason: By focusing on a small geographical area, the film deals with a fundamental question for European history since the French Revolution: the antagonism between freedom and its authoritarian enemies. Through appropriate and objective storytelling, the film avoids falling into the traps of manipulation or pity and, in doing so, the film itself becomes a postulate for freedom. The viewer is left as the decisive authority in evaluating the events, having been enabled to recognise that it is they as European citizens who hold the destiny of the future Europe in their hands.


NEW PLAY LOUD! FILM "FRANCO'S SETTLERS"
http://www.playloud.org/francossettlers.html
https://www.facebook.com/loscolonosdelcaudillo

CENSORSHIP AT FESTIVAL IN VALLADOLID
http://blogplayloud.blogspot.de/2013/10/ambiguo-estreno-espanol-de-un.html

READ MORE REVIEWS
imdb.com/title/tt2071518/externalreviews

HELP TO ORGANIZE "CINE AMBULANTE"
https://www.facebook.com/events/320850351356105/

Watch what Felipe González, Emilio Silva y Carlos Castresana think about the film and Franco's heritage in Spain
http://www.playloud.org/archiveandstore/en/live-word-series/172-shadows-of-the-past-film-streaming.html 


Monday, December 1, 2014

Debate en la UNED sobre Los Colonos del Caudillo

La película Los Colonos del Caudillo provoca muchas preguntas. Aquí se puede ver un debate que se hizo después de una proyección en la UNED. 

Participaron José Antonio Olmeda Gómez, decano Facultad de Ciencias Políticas y Sociología, UNED, Ramón Cotarelo García, catedrático de Ciencias Políticas, UNED, Jesús de Andrés Sánz Profesor Titular Departamento de Ciencia Política y de la Administración, UNED, Cristóbal Gómez Benito profesor Departamento Sociología II, UNED, Dietmar Post, cineasta.

Ver todo el debate en el canal de la UNED